♥ Mein creatives Chaos! Meine Ruheoase! Neue Wege finden und gehen! ♥ öffentliches Tagebuch ♥
Ich schreibe hier über meine Gefühle, meine Handarbeiten, meine Enkelkinder und alles was mich begleitet.

Eines Tages wacht man auf und

es gibt keine Zeit mehr, all die Dinge zu tun

die man immer machen wollte.

Also mach es jetzt!


Original von Paulo Coelho

05 November 2018

Deutschland benötigt Pflegekräfte

oder sollte ich lieber sagen wir Pflegekräfte benötigen Kollegen/innen? 
Ich glaube das trifft es eher!

Woher sollen sie kommen die neuen Kollegen/innen? Die Presse schreckt doch eher ab - als das sie motiviert! Pflegenotstand - Burnout - Unterbezahlung - hohe Belastungsgrenze
Wenn ich das höre/lese - da will ich mich doch nicht bewerben oder umschulen lassen!

Bild via Pixabay


Ja, es stimmt dieser Beruf verlangt viel von einem

Der Pflegeberuf ist kein Beruf der um 8.00 beginnt und um 16.00 Uhr endet!
Wochenende und Feiertage frei - nein - unsere Senioren/Kranken benötigen auch an diesen Tagen unsere Unterstützung! 

Dokumentation nimmt viel Zeit in Anspruch, ständig neue Vorgaben/Veränderungen müssen umgehend umgesetzt und dokumentiert werden!

Familie / Freunde müssen Geduld und Verständnis aufbringen!

Oft ist die Pflegekraft nicht mehr in der Lage spontane Einladungen wahrzunehmen
Die Müdigkeit ist zu groß  - der Ganzkörperschmerz schreit nach Bett/Couch/Wanne
Der Kopf ist voll mit Ereignissen des Tages

Bild via Pixabay
Selbstpflege nicht nur für Pflegekräfte wichtig
- sonder auch für jeden anderen Berufsstand -



Was macht nun den Pflegeberuf zu einem attraktiven Beruf?
Ich kann jetzt nur von mir sprechen

  • tägliche neue Herausforderungen
  • strahlende Augen
  • herzliche Umarmungen
  • Vertrautheit
  • Liebe und Wärme
  • Dankbarkeit
aber auch  

  • Trauer
  • Tränen
  • Wut
  • Enttäuschung
  • Hoffnungslosigkeit

Emphatie 

 

Ich finde dieses eine Wort ist das wichtigste Wort in der Pflege!!
Wer keine Emphatie besitzt sollte auf gar keinen Fall diesen Beruf ausüben!




Deswegen kann man meiner Meinung nach nicht jeden auf "Deifel" heraus umschulen und die Pflege schicken! Die Leidtragenden sind am Ende immer die Senioren/Kranken!
Wie also raus aus dem Pflegenotstand?

💕 Herzliche Grüße Patricia 💕



20 Kommentare:

  1. Keine Ahnung. Eine anständige Bezahlung ist das Mindeste. Aber wie könnte das finanziert werden. Ich denke etwas mehr könnten die Betriebe durchaus in die Versorgung (Kranken und Pflegeversicherung) ihrer Angestellten stecken. Machen halt die Aktionäre etwas weniger Gewinn. Sollte in ihrem Interesse sein. Außerdem würde ich Unterkünfte für Großfamilien fördern. Oder andere Formen von Wohngemeinschaften, wo alte, junge und Kinder zusammenleben.
    Das ist doch kein Leben, wenn ein alter Mensch irgendwo in seiner 2 Zimmerwohnung eingesperrt ist, die er nicht mehr verlassen kann.
    Ich würde jederzeit irgendwo einziehen, wenn ich wenig Geld habe, wo ich mich vielleicht um Kinder oder alte Menschen kümmere. Studenten tun das ja zum Teil, um an eine Wohnung zu kommen. Das ist der Ansatz, wie ich finde. Unterstützt von ausgebildeten Pflegerinnen, wie Du eine bist.
    LG Sunny

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    1. Deine Idee ist toll mit den Unterkünften von Großfamilien, aber auch hier werden irgendwann Pflegekräfte benötigt! Denn ich glaube nicht das das wenn es richtig hart wird - das dann die Großfamilie immer noch bereit ist mitzuhelfen! Ich denke da an massive Ausscheidungen jeglicher Art, totale Demenz usw. Pflege ist ein großes Thema und ob mehr Geld ein Anreiz ist? Ich weiß es nicht! Zeit finde ich viel wichtiger! Zeit für die eigene Person/die eigene Familie - nicht mehr in diesem Erschöpfungszustand zu sein! Zeit für die Patienten! Was nützt mir mehr Geld, wenn ich keine Zeit/Muße habe dieses auch auszugeben? Es ist schwierig...Liebe Grüße Patricia

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  2. Es ist unfassbar, was momentan vorherrscht! Pflegekräften wird einfach zu viel abverlangt und verdient einfach so wenig Geld! Mir ist unverständlich, dass es niemand in einer verantwortlichen Position gibt um eine wirkliche positive Reform zu bringen mit einer würdigen Rahmenbedingung für Pflegekräfte und Pflegebedürftige. Wie du sagst, das ist der Patient, der dies alles bezahlt.
    Pflegekräfte verdienen wirklich mehr Anerkennung und größten Respekt!
    Vielen Dank für den wunderbaren Artikel!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  3. Alle Berufe rund um die Pflege aufzuwerten wäre schonmal was. Höherer Verdienst, bessere Personalausstattung, kürzere Schichten. Das wird sich dann für uns alle in den Versicherungsbeiträgen bemerkbar machen. Aber anders wird es nicht gehen, fürchte ich. Die Alternative heißt verstärkt billige Pflegekräfte "importieren". Ob das der Weisheit letzter Schluss ist?

    Studenten als Hilfspfleger einzusetzen, die das machen, weil sie nur so bezahlbaren Wohnraum finden - keine Ahnung, ob ich die Idee besonders gut finde. Es gibt sicher Studenten, die das gern tun und die das gut machen. Aber es ist halt wieder mal eine Billig-Lösung, die nichts daran ändert, dass eine Krankenschwester oder Altenpflegerin mit ihrem Gehalt nichtmal eine ordentliche Wohnung finanzieren kann. Wie würde ein Politiker jetzt sagen? Wir haben da ein strukturelles Problem.

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Hallo Fran, aufwerten wäre toll! Höherer Verdienst, bessere Personalausstattung, kürzere Schichten. Dann wäre das Leben viel einfach und entspannter! Importierte Pflegekräfte/Alltagshilfen aus Polen sind nicht immer die bessere Lösung! Verständigungsschwierigkeiten sind an der Tagesordnung! eine Krankenschwester oder Altenpflegerin mit ihrem Gehalt nichtmal eine ordentliche Wohnung finanzieren kann Ich bin Alleinverdiener und habe das Glück in einem kirchlichen Unternehmen zu arbeiten und ich schaffe es GsD unser Leben zu finanzieren, sodass einmal im Jahr auch ein Urlaub drin ist - ansonsten heisst es tatsächlich sparen! Liebe Grüße Patricia

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  4. Ja es ist nicht leicht. Sunny hat gute Ansätze, die zum Teil tatsächlich so umgesetzt werden. Eine faire Bezahlung ist wichtig um den Beruf attraktiver zu machen. Dokumentation ist wichtig, aber es ist doch zu viel Papierkram. Wichtige Zeit geht verloren. Auch bei uns in der Praxis, leider.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Ich glaube die Bezahlung alleine macht den Beruf nicht attraktiver - es sind auch die Rahmenbedingungen die viele davon abhalten: 12-Tage-Schichten - Feiertagsarbeiten - Wechselschicht/Doppeldienste uvm
      Liebe Grüße Patricia

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  5. Eine große Frage.
    Ein großes Thema und viele offene Fragen.
    Leider habe ich auch keine Ahnung, wie man dieses Problem lösen könnte.
    Ich weiß nur eines,
    man muss beten und hoffen, dass man einmal nicht zu einem Pflegefall werden wird.
    Und wenn, dass man das Glück hat, jemanden wie dich zu bekommen ♥ !
    Alles Liebe
    Jutt

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  6. Ich sehe es wie Claudia. Und klar könnte es finanziert werden, aber sowas von! Die Regierung handelt unverantwortlich, an dieser Stelle (und auch in der Bildung/Kindererziehung!) zu sparen. Der Soziale Bereich war und ist ein ungeliebtes "Stiefkind", es geht ja auch nur um Menschen... Was Deine Liste angeht, so kann ich dem nur zustimmen! Auch mein Beruf geht auf direktem Weg an die Emotionen, deshalb hat es IMMENS viel damit zu tun, wie es mir selbst geht. Sprich: ich muss mich gut pflegen, um für andere Menschen gut da sein zu können, das ist doch sowas von klar! Und zur guten "Eigenpflege" gehört erst mal ein angemessenes Gehalt. Angemessen! Was Pflegekräfte und Erzieher/innen verdienen, ist teilweise wie ein Schlag ins Gesicht! Bei uns in der Einrichtung richtet sich das Gehalt nach Berufsjahren und "Leistung", nicht nach Ausbildung, sprich: Erzieher verdienen das gleiche wie Sozialpädagogen oder Psychologen. Richtig so! Und nach vielen Jahren kann ich mich da nicht beklagen, selbst in München nicht... aber vergleiche ich mein Gehalt mit dem eines Ingenieurs, kommen mir fast die Tränen! :-)
    Liebe Grüße,
    Maren

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    1. Meine Tochter ist auch Erzieherinnen - wir beide möchten unsere Berufe nicht tauschen!
      Ich bin auch jetzt 8 Jahre in unserem Unternehmen und mein Gehalt richtet sich auch nach Berufsjahren und ich bin noch nicht am Ende angekommen.Liebe Grüße Patricia

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  7. Gerade erst von meiner Schwiegermutter gehört, dass sie so froh ist, dass das Pflegeheim sie im Frühsommer abgelehnt hat und sie jetzt, wo es ihr wieder besser geht, doch noch in ihrer Wohnung sein kann. Und Traurigkeit darüber, dass die drei Damen vom Pflegedienst, die sie abwechselnd betreuten fast gleichzeitig das Handtuch warfen - zu viel Arbeit bei zu schlechter Bezahlung. Ich verfolge oft die Berichte in den Nachrichten und diversen Sendungen zu dem Thema. Alle fordern grundsätzlich erstmal eine bessere Bezahlung der Fachkräfte.

    Ich sehe die Auswirkungen bei einer Freundin von uns. Die arbeitet in der Altenpflege und ist gefühlt nur am Arbeiten. Wenn sie frei hat, hockt sie alleine daheim und rührt sich kaum raus, weil sie einfach zu kaputt ist. An ihren freien Tagen wird sie angerufen und zur Arbeit bestellt, weil ein Kollege wegen Krankheit ausgefallen ist. Teilweise hat sie zwischen zwei Schichten gerade mal Zeit, ein paar Stunden zu schlafen und muss dann wieder ran. Im Februar hatte sie sowas wie einen Burnout, saß zwei Wochen heulend in der Wohnung (was wir erst im Nachhinein erfahren haben). Sie konnte nicht mehr. Aber den Job aufgeben will sie auch nicht. Die alten Menschen liegen ihr zu sehr am Herzen. Sie macht freiwillig länger, weil sie sich mit den Leuten noch unterhält, tröstet und Mut zu spricht, statt einfach nur abzufüttern, zu waschen und weiter zum nächsten. Dafür hat sie von der Heimleitung wohl auch schon "Schelte" bekommen. Das darf es doch nicht sein, oder? So arbeitet sie sich zum Wohle anderer weiterhin kaputt. Ihr Spruch "Und wenn ich nicht mehr arbeiten kann, bleibe ich gleich im Heim (als Bewohnerin)" wird sich hoffentlich nicht bewahrheiten.

    Ich habe ein Praktikum in der Altenpflege gemacht und musste für mich feststellen, dass ich für diesen Beruf leider so gar nicht geeignet bin. Daher habe ich höchsten Respekt vor denen, die ihn trotz aller Widrigkeiten heute mit Freude ausüben.

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    1. Ich kann deine Freundin verstehen! Wenn sie frei hat, hockt sie alleine daheim und rührt sich kaum raus, weil sie einfach zu kaputt ist. An ihren freien Tagen wird sie angerufen So geht es mir auch, wenn ich aber frei habe - bin ich auch nicht erreichbar! Das habe ich früher gemacht bis ich mal für ein 1/2 Jahr ausgefallen bin und das hat mir die Augen geöffnet.
      Liebe Grüße Patricia

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  8. Was soll ich sagen , außer das dieser Beruf viel abverlangt und die Arbeitsbedingungen mehr als mies sind .
    In der Vergangenheit gab es Generationen-Haushalte. Da wurde keiner in die Pflege gegeben.
    Vielleicht müsste man einen Schritt zurück gehen und den Wert der Familie einfach höher einschätzen und bewerten. Geleistetes und gelebtes Familienleben in Rentenjahre ausdrücken und nicht nur drei Jahre für jedes Kind ;) Denn warum arbeiten Frauen denn alle außer Haus ?? Kein Beruf wird so gering geschätzt wie den der Hausfrau .
    LG Heidi

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    1. Generationen-Haushalte? Ja, das war früher schön! Heute ist es ja schon zuviel wenn man sich gegenseitig besuchen soll - es lebe das Internet!
      Liebe Grüße Patricia

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  9. Kann mich Sunny und Claudia nur anschließen. Eine bessere Bezahlung und mehr Zeit um sich auch um die Patienten kümmern zu können, wären ein Anfang.
    Ich bin auch Krankenschwester und habe in der ambulanten Krankenpflege gearbeitet, es war viel zu viel Arbeit und immer zu wenig Zeit, daher muss man eine Menge Überstunden machen, von einem zum anderen Patienten hetzen.
    Ich kann durch körperliche Probleme nicht mehr in diesem Beruf arbeiten und mache jetzt eine Weiterbildung.
    Liebe Grüße Bo

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    1. Hallo Bo,
      ich bin auch im ambulanten Dienst tätig! Wir haben noch keine Zeitvorgaben, aber straffe Touren - im Spätdienst sind es mal eben 35 Patienten die versorgt werden müssen - in einer Tour! Das mach mal 5/7 Tage und dann noch Doppeldienst! Ich bemerke auch immer mehr körperliche Probleme und grübel schon wie es mal weitergehen soll! Dir wünsche ich alles Gute! Liebe Grüße Patricia

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  10. Wie dieses Problem angemessen zu lösen ist, weiß ich auch nicht so genau liebe Patricia. Eine bessere Bezahlung, weniger Dienstzeit am Stück, freie Tage zwischen den Schichtwechseln und eine geringere Anzahl zu betreuender Patienten wären zumindest mal ein Anfang. Das Empathie gerade in diesem Beruf sehr wichtig ist, da stimme ich dir zu. Allerdings fände ich es überhaupt mal wieder wünschenswert wenn diese Eigenschaft wieder mehr kultiviert würde. Denn der Versuch sich mal in die Situation des Anderen hineinzuversetzen kann in vielerlei Hinsicht äußerst hilfreich für beide Seiten sein.
    Das es Menschen wie dich gibt, die diesen Beruf mit Herzblut ausüben, dafür können wir als Gesellschaft gar nicht dankbar genug sein. Bei meinem Schwiegervater habe ich gerade wieder erlebt, wie schwierig es für Angehörige ist, sich ohne fachkundige Hilfe um einen Demenzkranken zu kümmern. Die Belastungen sind für die Angehörigen immens und dazu kommt noch, dass der Kranke auf Fremde eher hört als auf die Angehörigen. Für dich und alle die in diesem Beruf beschäftigt sind, hoffe ich das die Politik endlich ein Einsehen hat und menschlichere Bedingungen schafft. Liebe Grüße Ursula

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  11. Ein wichtiges Thema, das Du ansprichst liebe Patricia. Mein Vater ist seit einiger Zeit im Pflegeheim. Ich bin froh, dass er gut untergebracht ist, denn zuhause ging es nicht mehr. Der Beruf fordert einiges ab vom Personal. Vielleicht hilft ja das neue Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. Das wäre wünschenswert.

    Liebe Grüße Sabine

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Danke das Du mir schreibst, ich freue mich sehr von Dir zu lesen.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

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