♥ Mein creatives Chaos! Meine Ruheoase! Neue Wege finden und gehen! ♥ öffentliches Tagebuch ♥
Ich schreibe hier über meine Gefühle, meine Handarbeiten, meine Enkelkinder und alles was mich begleitet.

Eines Tages wacht man auf und

es gibt keine Zeit mehr, all die Dinge zu tun

die man immer machen wollte.

Also mach es jetzt!


Original von Paulo Coelho

26 Juli 2023

Wie schnell doch ein Jahr vergeht.....

 


Vor einem Jahr wurde mir der linke Schilddrüsenlappen entfernt und heute weiß ich dass das eine gute Entscheidung war.

Vorab:
Ich schreibe über meine persönliche Geschichte und meine Erfahrungen hinsichtlich der Schilddrüsenuntersuchung allgemein - ich bin kein Arzt sondern nur Betroffene. Für mehr Information wendet Euch an Euren Hausarzt/Endokrinologen oder schaut Euch auf der Seite vom Schilddrüsenzentrum um.

2002 wurde das erste Mal eine Dysfunktion meiner Schilddrüse erkannt, ich wurde von meinem Frauenarzt zum Endokrinologen geschickt - weil ich immer weiter zugenommen habe und ich starke Zyklusprobleme hatte.
Ich bekam L Thyrox 50µg verordnet - dies sollte meine Schilddrüse unterstützen und mich wieder fitter machen, keine weitere Unterstützung oder Aufklärung seitens der Ärzte. Ich habe mich auch nicht erkundigt - Warum auch - Pille schlucken und fertig.

Die ganzen Jahre danach habe ich mich weiter gequält mit Müdigkeit, Ödeme und Gewichtszunahmen, Zyklusstörungen uvm. 
Bei Blutuntersuchungen beim Hausarzt wurde nur der TSH getestet - die Schilddrüsenhormone angepasst und das war es. 

Für mehr Information schaut bitte hier:

Die Jahre vergingen, ich habe brav meine Hormone genommen, aber an meiner körperlichen Verfassung - von der seelischen wollen wir mal nicht reden - hat sich kaum bis nichts geändert, egal was ich auch angestellt habe.



2014 war ich dann zur Schilddrüsendiagnostik in der Nuklearmedizin. Hashimoto (Entzündung der Schilddrüse) wurde erstmals als Diagnose genannt - weiterhin eine Schilddrüsenunterfunktion Medikation wurde erhöht auf 75µg L Thyrox und wie ihr es Euch denken könnt - keine weitere Information seitens der Ärzte. Pille schlucken und auf Besserung hoffen

2016 nach Hausarztwechsel und neuen Erkenntnissen, habe ich eine erneute Untersuchung bei einer Fachärztin für Nuklearmedizin Schwerpunkt "Schilddrüse" machen lassen, hier fühlte ich mich das erste Mal verstanden und gut aufgehoben. Ihr dürft nicht glauben das ich von den Ärzten die Überweisung alleine bekommen habe - oh nein - ich habe darum gekämpft und gewonnen. 

Es wurden  kalte Knoten (Struma nodosa) festgestellt und eine weitere Untersuchung angeordnet, die Blutwerte wurden komplett bestimmt uvm. Ich wurde von der Ärztin aufgeklärt und meine Medikation auf 100µg erhöht.


Ich sollte eigentlich einmal jährlich zur Diagnostik vorbeikommen, aber mir ging es soweit gut und dann vergisst man gerne mal einen Termin zu vereinbaren. 

2018 war ich wieder da - keine Änderung GsD - dann kam die Pandemie - ich weiß keine Entschuldigung und alles lag irgendwie auf Eis.


In den Jahren zwischen 2018 und 2022 jammerte ich so vor mich hin - irgendein Wehwehchen hatte ich immer, Kraftlos - Müde - Gewichtszunahme - Libidoverlust - Gefühlsschwankungen usw usw zwischendurch mein heftiger Schwindel. Blutwerte beim Hausarzt immer unauffällig - ich war so oft krank das es mir schon unangenehm war - aber es ging nicht. 

Juli 2022 hatte ich einen Termin bei meiner Nuklearärztin und heute bin ich dankbar das ich es gemacht habe. Die Untersuchung ergab das meine Schilddrüse sich erneut verkleinert (zersetzt) hat und das meine Knoten sich vergrößert hatten und neue hinzugekommen sind, diesmal auch im rechten Schilddrüsenlappen. Puh!

Die Ärztin erklärte mir alles und meinte sie werde meinen Calcitoninwert (Info)  testen um einen Tumor auszuschließen. 

Leute, bei mir gingen sämtliche Alarmglocken an
Glocken aus - alle Werte gut - Kontrolle in 6 Monaten 

6 Monate? Wo ich sonst immer nur im Jahresrhythmus einen Termin vereinbaren soll - da stimmt doch was nicht - was kann alles in 6 Monaten passieren? 

Zu viel! In meiner Familie gab und gibt es zu viele die an Krebs gestorben oder erkrankt sind - also 6 Monate warten nicht mit mir!!! Was nun? Hausarzt keine Hilfe zu erwarten - Nuklearärztin ist nicht besorgt - also

  "Hilf dir selbst, es macht kein anderer für Dich!" 
Das Internet durchforstet und fündig geworden....

Ein neues Schilddrüsenzentrum in unserer Stadt - ich habe direkt dort angerufen und habe über Umwegen einen superschnellen Termin bekommen - die Geschichte hierzu erspare ich Euch nur soviel wenn ich nicht so hartnäckig geblieben wäre dann hätte es ewig gedauert, so ging es schnell.

  • Am 29.06. bekam ich die Ergebnisse von der Nuklearärztin
  • Am 12.07. saß ich in der Schilddrüsenambulanz
  • Am 20.07. hatte ich einen Termin beim Oberarzt zur weiteren Diagnostik
  • Am 21.07. hatte ich meine Voruntersuchung zur OP
  • Am 25.07. wurde ich operiert
Das Gespräch mit dem Oberarzt war sehr aufschlussreich und seine Untersuchungen haben ergeben, das eine sofortige OP unumgänglich sei, das es dann so schnell ging - damit hat keiner gerechnet. 



♥ Die Histologie hat keine Auffälligkeiten ergeben ♥

Wenn Ihr jetzt glaubt das sich an der Behandlung bei den Ärzten was verändert hat - nein, es geht genauso weiter wie vorher - die Hausärztin nimmt nur den TSH - Wert ab und beurteilt dadurch ob die Medikation so bleiben kann oder nicht. 

Die Tabletten wurden rauf dosiert - runter dosiert - mit Jodid ohne Jodid usw.

Kurz nach der OP war ich beim Endokrinologen (wie sich herausstellte viel zu früh) viele Werte wurden entnommen - nur schnell besprochen und fertig.

Ich habe das letzte Jahr viel gelesen, viele Informationen gefiltert und festgestellt die Schilddrüse bleibt ein Buch mit sieben Siegeln. Ich habe für mich beschlossen noch mehr auf meinen Körper zu hören und die Dinge weitestgehend selbst in die Hand zu nehmen.

Ich bin schlussendlich wieder bei 100 µg L-Thyrox gelandet und seit einiger Zeit geht es mir so gut wie schon lange nicht mehr - bis vor einer Woche!
Da war wie aus dem Nichts alles wieder da 
  • Geschwollene Augenlider/ geschwollenes Gesicht
  • Schmerzen in den Füßen
  • Gewichtszunahme
  • Heiserkeit
  • uvm
die Zerstörung scheint wieder aktiv zu sein - einen Arztbesuch schenke ich mir,ich habe meine Medikation angepasst und noch andere Parameter verändert und siehe da es wird besser. Im September muss ich wieder zur Nuklearärztin, bin gespannt was sie sagt und wenn es sein muss fliegt die andere Seite auch noch raus.



In diesem Sinne, falls ihr körperliche Beschwerden habt die nicht erklärbar sind. denkt immer auch an die Schilddrüse - lasst alle Werte kontrollieren und ggf. lasst Euch zum Facharzt überweisen. Glaubt nicht alles was im Netz geschrieben wird, lasst Euch nicht verunsichern.

meine erste Anlaufstelle 
vielleicht auch Eure!

💕 Herzliche Grüße Patricia 💕

1 Kommentar:

  1. Ich bin froh, dass es dir soweit gut geht. Meine Mutter ist - als ich noch jung war - auch an der Schilddrüse operiert worden. Ihre Knoten hatten sich bis unters Schlüsselbein ausgebreitet. Sie ist Jahre lang mit nem "dicken Hals" rumgelaufen. Ob es an den Ärzten lag, oder daran, dass sie sich nicht gut genug hat abchecken lassen, kann ich heute nicht mehr sagen. Umso besser, dass du sich selbst gekümmert hast - und trotz der ganzen "Wehwehchen" dazu noch die Kraft gefunden hast!

    Ich drück dich und hoffe, das alles in Ordnung bleibt.

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Danke das Du mir schreibst, ich freue mich sehr von Dir zu lesen.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

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