♥ Mein creatives Chaos! Meine Ruheoase! Neue Wege finden und gehen! ♥ öffentliches Tagebuch ♥
Ich schreibe hier über meine Gefühle, meine Handarbeiten, meine Enkelkinder und alles was mich begleitet.

Eines Tages wacht man auf und

es gibt keine Zeit mehr, all die Dinge zu tun

die man immer machen wollte.

Also mach es jetzt!


Original von Paulo Coelho

20 Januar 2019

Gedanken am Sam-/Sonntag [03/2019]

Hallo zusammen,
wieder ist eine Woche rum und ich könnte eigentlich die Wolke vom letzten Wochenende nehmen es hat sich nichts verändert! Es gibt aber ein Thema was mich die ganze letzte Woche beschäftigt hat:

Wieviel Mutter ist genug? 

Bild via Pixabay

 

Als junge Frau habe ich mich entschieden Mutter zu werden! Entschieden? Ich weiß es nicht, es war einfach der normale Weg - Verliebt - Verlobt - Verheiratet! Kinder gehören dazu - Kinder sind was wundervolles! Kinder erwärmen dir das Herz! Kinder machen dich glücklich!  Kinder machen dich traurig! Kinder rauben Dir den Schlaf! Kinder lassen dich lachen und weinen! Kinder machen dich zornig! Die Welt mit Kinderaugen sehen ist was wundervolles!

Ich wusste nicht welch ein Abenteuer es ist Kinder zu haben, zu erziehen, bedingungslos zu lieben! Ich habe stets versucht mit Herz und Verstand meine Kinder zu erziehen. Konnte ich doch niemanden fragen, meine Mutter ist schon früh verstorben - eine Schwiegermutter fragt man nicht und meine Freundinnen standen genauso am Anfang wie ich! Also habe ich die damals so gehypte Zeitschrift "ELTERN" gelesen [Werbung wegen Namensnennung] diese gibt es heute noch, ob die Inhalte noch gleich sind mag ich nicht zu sagen, habe seit damals nie wieder ein Heft in der Hand gehabt!

Man wächst mit seiner Aufgabe

Bild via Pixabay

Behütet, betüddelt und doch immer noch genug Zeit für mich! Die Oma war auch immer da - denn Oma´s mussten vor 30 Jahren noch nicht arbeiten! Was auch nicht immer einfach war - denn Oma hatte schon damals eine andere Vorstellung von Erziehung als ich!

Kinderkrankheiten machen dich verrückt, dein Kind leidet und du kannst nichts tun! Als Mutter möchtest du das Leiden auf dich nehmen - du  kannst deinem Kind nur Liebe und Nähe geben! Vorlesen und kuscheln, das ist die Beste Medizin. 

Loslassen lernen


Das 1. Mal loslassen passiert bei der Geburt! Dein Kind ist nun aus der sicheren Höhle geschlüpft und wird nun von allen anderen Personen geliebt/verwöhnt/angefasst/beschmust/geherzt uvm  Da muss man als Mutter das erste Mal lernen, das ein Kind kein Eigentum - kein Besitz ist, sondern ein liebevolles Wesen was noch nichts von der Welt weiß.

Weiter geht es mit dem Kindergarten, andere Menschen sagen meinem Kind was es zu tun oder zu lassen hat. Ich muss mein Kind zurücklassen, auch wenn es anfänglich weint! Wie oft habe ich am Zaun gestanden und selbst geweint - aber diese Eingewöhnungszeit ging schnell vorbei und wir haben uns mit der neuen Situation arrangiert.

Wie sagt man immer "nun beginnt der Ernst des Lebens" die Schule ein neues Kapitel beginnt! Konnte man es im Kindergarten noch langsam angehen lassen und selbst entscheiden ob das Kind geht oder nicht, wird es nun zur Pflicht! Als Mama unterstützt du dein Kind wo du nur kannst - übst lesen, rechnen, schreiben - bist ihm eine gute Stütze. Irgendwann wird Dein Kind flügge, es trifft sich ohne Dich, mit Freunden.

Erwachsen werden - ist nicht schwer! 

Erwachsen sein dagegen sehr!

Dann kommt der Tiefschlag die "Pubertät" ich habe wirklich viele schwierige Situationen mit meiner jüngsten Tochter durchgemacht - meine älteste Tochter hat die Pubertät sehr angepasst überstanden. Als Mutter kam ich hier mehr als einmal an meine Grenzen und habe gehofft das es schnell vorbei geht!

Volljährigkeit auch so ein Thema "Du hast mir gar nichts mehr zu sagen - Phase!" Ich kann alles - ich weiß alles und ich will alles alleine entscheiden! Erfahrungen sammeln steht an erster Stelle und nicht alle sind schön! 

Du als Mutter, stehst aussen vor und darfst/solltest nichts sagen! Jegliche Einmischung wird als Angriff gewertet! Lass mich doch .......

Die erste große Liebe/ der Trennungsschmerz als Mutter leidet man mit und möchte gerne helfen, was nicht so einfach geht - man kann nur zuhören und trösten!

Die erste eigene Wohnung, neue Verpflichtung - neue Regeln! Ich habe mich selten eingemischt - nur wenn ich darum gebeten wurde! Haushaltsführung bei beiden Töchtern völlig unterschiedlich! 

Bild via Pixabay


Plötzlich sind sie erwachsen!


Die Rolle als Mutter verändert sich, Du bist nicht mehr die erste Anlaufstelle - wirst auch nicht mehr über alles informiert! Jetzt sitzt du da und möchtest weiterhin die schützende Hand über Deine Kinder halten - aber die Hand wird nicht benötigt - es ist ein Partner da der dieses nun übernimmt! Eigene positive sowie negative Erfahrungen werden gesammelt und du kannst nur zugucken! Manchmal wirst du nach deiner Meinung gefragt - gemacht wird dann doch was anderes, es gibt nicht nur Dich als Mutter - es gibt nun noch eine Schwiegerfamilie die auch beratend zur Seite steht. Man zieht sich zurück, weil man möchte das die Kinder ihre Erfahrungen sammeln - man hat Angst um seine Kinder das es vielleicht falsche Entscheidungen sind, die das Leben sehr stark verändern und es kein zurück mehr gibt! 

Ein Mutterherz macht sich immer Sorgen

das lässt sich nicht einfach abschalten.

So wie sich die Kinder verändern - so verändert sich auch die Mutter! Sie wird älter, reifer und empfindlicher! Sie wird Schwiegermutter und Oma! Neue Aufgaben kommen auf sie zu und jede von ihnen will souverän gemeistert werden! Es ist nicht immer einfach - aber alles was man macht, macht man aus Liebe und Sorge um die eigenen Kinder! Die Kinder erwarten von der Mutter Rücksichtnahme und Vertrauen! Was erwartet die Mutter von ihren Kindern? 

Ich für meinen Teil muss sagen ich erwarte gar nichts - ich erhoffe mir das meine Kinder irgendwann verstehen: "Warum ich Wie in Welcher Situation auch immer gehandelt habe!" Ich möchte das man mein Handeln versteht und akzeptiert, sowie es meine Kinder von mir auch erwarten! Ich möchte das man mit mir ehrlich umgeht und mir meine eigene Meinung zugesteht! Denn auch das erwarten meine Kinder von mir!

Es gibt kein richtig oder falsch! Es gibt nur das Herz und die Mutterliebe die das Drehbuch schreibt! Da helfen keine Ratgeber die man überall kaufen und lesen kann.

💖 Ich möchte das meine Kinder nie vergessen das ich sie liebe - egal was auch passiert! 💖

Bilder via Pixabay

Irgendwann bin ich alt und dann wünsche ich mir von meinen Kindern, das sie mir zuhören, auch wenn ich diese Geschichte zum 100mal erzähle - vielleicht leide ich an Demenz (wer weiß das schon) und lebe in meiner eigenen kleinen Welt! Auf Facebook wurde in einer Gruppe von Pflegekräften dieses Gedicht geteilt:

Demenz

Im Kopf sind schwarze Wolken,
das Denken fällt so schwer.
Reden, machen, laufen
kann ich bald nicht mehr.
Bitte bleibe bei mir,
reiche mir die Hand.
Lass mich nicht alleine

im unbekannten Land.
Sing mit mir Lieder,
tu' was mir gefällt,
denn ich bin noch immer
Teil von dieser Welt.
{Verfasser/in unbekannt}

Ich hoffe das ich noch  mind. vierzig Jahre Zeit habe, aber in meinem Pflegealltag erlebe ich soviel das ich mir einfach jetzt schon Gedanken darüber machen musste!

💕 Herzliche Grüße Patricia 💕

Mit diesen Gedanken geselle ich mich zu Andrea´s Samstagsplausch!

5 Kommentare:

  1. Liebe Patricia,
    Deine Gedanken kann ich sehr gut nachempfinden. Ich habe wenig Erziehungsratgeber gelesen und bei denen oft den Kopf geschüttelt. Weil sie weltfremd oder sehr dogmatisch waren. Auf mein Herz und meinen Verstand hören, hat letztendlich genügt. Vertrauen und Respekt dürfen meine Kinder von mir erwarten, ich von ihnen auch.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  2. Wow! Bis auf das Lesen von Erziehungsratgebern kann ich alles genau so unterschreiben!
    Liebe Grüße
    Tina

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  3. Aus dem Haus ist meiner noch nicht. Aber ich kann alle Deine Gedanken so unterschreiben. Du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht. Und auch Deine leise Angst, man könnte Dich vergessen, kann ich nachvollziehen.

    Ich lese eigentlich grundsätzlich keine Ratgeber. Mein Herz und mein Verstand sind mir neben meinen Eltern immer die besten Ratgeber gewesen.

    BG und komm gut in die neue Woche
    Sunny

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  4. Ja ich verstehe Deine Gedanken. Gerade jetzt wo meine Kinder beginnen in die Arbeitswelt abzutauchen, Partner an der Seite zu haben und unser Haus leerer wird verstehe ich das auf jeden Fall. Natürlich möchte ich für sie da sein, sie aber auch in Ruhe lassen. Ein Balanceakt.
    Für mein Seniorendasein nehme ich mir immer vor meine Kinder so wenig wie möglich zu nerven. Mal sehen ob mir das gelingt :)
    Liebe Grüße Tina

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  5. Ganz tolle und wahre Gedanken! Sehr schön geschrieben, mir kamen fast die Tränen!!! Einfach nur Danke….
    Also ich war alleinerziehende Mutter und Single. Alle Sorgen habe ich alleine getragen und sehr daran gewöhnt, alles zu entscheiden und zu regeln. Im ersten Jahr las ich viele Bücher über Kindererziehung, aber dann wurde es zur Routine. Tun, was mein Herz sagt und alles klappt - und es hat bis heute geklappt!
    Meine Mutter leidet an Demenz und ist schon gestorben. Leider konnte ich nicht viel helfen, weil ich nur einmal im Jahr nach Brasilien ging. Ich möchte aber noch nicht an die Möglichkeit denken, diese Krankheit zu haben. Die Alzheimer-Krankheit ist grausam, weil es ein ganz langsamer Tod ist.
    Liebe Grüße und fühl dich gedrückt,
    Claudia

    AntwortenLöschen

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