Ich habe auf FB das erste Mal vom Muttental gelesen und wusste sofort da will ich hin, keine 3/4 Stunde nach Abfahrt haben wir das Tal erreicht! Herrlich! Ein Katzensprung entfernt und man fühlt sich sofort wie im Kurzurlaub! Leider sind wir zu spät losgefahren, die früh eintretende Dunkelheit haben wir nicht bedacht - das macht aber nichts - eine Wiederholung ist schon eingeplant!
Die Anfahrt führte uns über Berg und Tal, der Vorteil als Beifahrer ist, das man sich in Ruhe die Umgebung ansehen kann und ich wäre am liebsten mehr als einmal stehen geblieben und hätte von der herrlichen Natur Bilder gemacht! Die Sonne gab alles und die Blätter der Bäume glitzerten in sämtlichen Herbstfarben, die GallowayRinder lagen entspannt auf der Weide. Eichhörnchen flitzten über Waldwege und sammelten ihren Wintervorrat!
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| Förderband und Abbruchhammer in einem alten Stollen |
Das meiste der Gerätschaften kann ich nicht mit Namen benennen, aber wenn man die Größe sieht - kann man sich in etwa vorstellen was unsere Verwandten unter Tage geleistet haben.
Eigentlich kenne ich nur die Kohlenlore - diese Behälter wurden in der Haspelanlage genutzt wie ich eine Station weiter erfahren durfte.
Während ich mir diese Gerätschaften anschaute, kamen schöne Kindheitserinnerungen hoch! Mein Lieblingsonkel Jupp hat auf der Zeche gearbeitet und immer wenn ich bei meiner Oma war, habe ich ihn vom Zechentor abgeholt! Ich war fasziniert von den Maschinen die man sah, von den Menschen mit ihren schwarzen Gesichtern (nicht alle haben in der Kaue geduscht) und man kannte schon das kleine Mädchen mit den geflochtenen Zöpfen am Werkstor die ihren Onkel abholte. Ich wurde immer liebevoll begrüßt - die Malocher vom Pütt haben ihr Herz am richtigen Fleck!
Zitat: "Das Bethaus im unteren Muttental ist das letzte seiner Art im Ruhrgebiet. im frühen Ruhrbergbau waren sie weit verbreitet und erfüllten mehrere Funktionen: als Ort des Gebets vor und nach der Schicht, damit aber auch einer Anwesenheitkontrolle, denn so wurde festgestellt, wer zu Schichtbeginn einfuhr und ob nach Schichtende alle auch wieder wohlbehalten zurück gekehrt waren." Zitat Ende
Ein ganz besonderer Ort, der an diesem Tag von kleinen HalloweenGeistern erobert wurde, bei Einbruch der Dunkelheit fand dort eine Halloweenparty für Kinder statt! In der Schmiede konnten die Kinder kleine Glücksbringer erstellen - alle hatten Spass und die "Ahs" und "Ohs" waren schön anzuhören, wenn sie das heiße Eisen ins kalte Wasser tauchten oder wenn sie mit stolz zu ihren Eltern/Großeltern gelaufen sind und laut riefen: "Guck mal was ich gemacht habe!"

Die Bienen waren noch fleissig und man konnte im Bethaus den hauseigenen Bienenhonig kaufen und leckeren Kuchen, die Auswahl war wirklich schwer!
2 Ponys bewegten sich frei auf dem Gelände, sie waren aber friedlich - sie haben einen kurz begrüßt und sind dann weiter gegangen! Natur pur
Ich möchte diesen Beitrag nachträglich der letzten Bloggeraktion "Goldener Oktober" der ü30Blogger & Friends widmen, leider hatte ich im Aktionszeitraum keine Zeit mitzumachen! Alle Beiträge waren wieder toll! Mit einem Klick auf das Bild, könnt ihr sie noch einmal nachlesen:








Hallo Patricia, Dein Bericht hat mir richtig gut gefallen! Das macht direkt Lust auf eigene Entdeckungstour zu gehen.
AntwortenLöschenEinen schönen Sonntag noch,Petra
Ich habe mich gestern auch total fertig gefühlt und es kostete mich Überwindung diesen Ausflug zu machen, aber ich habe keine Sekunde davon bereut! Es war wie ein kleiner Energieschub - jetzt erfreue ich mich an den Bildern! So kann ich wieder die nächsten 12 Tage schaffen und hoffe das an meinem nächsten freien Wochenende wieder eine Möglichkeit besteht für so einen tollen Kurzurlaub. Ich wünsche Dir auch einen schönen Sonntag! LG Patricia
LöschenDer Ort sieht ja toll aus und ein wenig verwunschen. Da hätte es mir auch sicher gefallen.
AntwortenLöschenUnd mit den Blätterhaufen geht es mir wie dir, denen trau ich nicht mehr über den Weg :/
Liebe Grüsse Ela
Traurig, oder? Heute muss man den Kindern sagen "geh darunter" da liegt Hundekot! Haben wir es früher nicht so gemerkt - gab es nicht soviele Hunde oder waren die Halter nicht so gleichgültig wie heute? Ich weiß es nicht!
LöschenLiebe Grüße Patricia
Toller Bericht liebe Patricia. Er erinnert mich daran, das sich auch ein Teil meiner Wurzeln im Ruhrgebiet befindet, denn meine Mutter wurde dort geboren. Mein Opa hat ebenfalls in der Zeche gearbeitet und zumindest von einem Onkel weiß ich auch, das er dort gearbeitet hat. Nachdem wir nach Bayern umgezogen sind und irgendwann begonnen haben, unsere Urlaube nicht mehr im Sauerland und zum Teil im Ruhrgebiet zu verbringen, haben sich auch die Möglichkeiten sich mit dem Teil der Familiengeschichte zu beschäftigen fast erledigt. Schön, durch deinen Bericht mal wieder daran erinnert zu werden. Liebe Grüße Ursula
AntwortenLöschenDa hast Du ihn ja grade noch eingefangen, den goldenen Oktober. Schön schöne Eindrücke hast Du mitgebracht. Herzlichen Dank. LG Sunny
AntwortenLöschenToller Bericht über eine Arbeit die sicher nicht leicht ist. Ich habe einen Heidenrespekt. Schön Deine Svhilderung der Kindheitserinnerungen:) und schöner goldener Oktober.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Tina
Die Halloween-Kürbisse sind ja herzig! Das erste Foto in diesem Beitrag ist so toll, Herbst pur <3
AntwortenLöschenDer Denim Look mit geblümten Schal ist genau deins, steht dir hübsch :)
Liebe Grüße!